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Friedensgebet zur Mittagszeit

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Friedensmeditation

In der Welt herrscht Krieg – in vielen Ländern. Die Gewalt eskaliert. Wir wissen, Gewalt erzeugt Gegengewalt. Es ist genug!
Die frühere Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter schreibt in der Evangelischen Zeitung vom 3. August: „Gottes Absicht mit dieser Welt ist eindeutig. Es soll Frieden sein. Shalom! Jesus stellt in der Bergpredigt die Wegweiser zum Frieden auf: Nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, barmherzig leben, Versöhnung einüben; Salz der Erde sein, die Feinde lieben, gewaltlos leben, in gerechten Beziehungen zu Gott und den Menschen- und zu den Geschöpfen.“
In dieser Friedensmeditation halten wir inne und geben unserer Sehnsucht nach Frieden Raum: im Wechsel von Singen, Stille, Text und Gebet.
Wir richten uns - in unserem Herzen und in unserem Handeln - auf Gott, Quelle des Friedens, aus.

Aus dem offenen Brief des Referats für Friedensbildung der Nordkirche. Weitere Informationen und Materialien hier: www.oemf.nordkirche.de


Friedensgebet zur Mittagszeit (ca. 10 Min.)

EG = Evangelisches Gesangbuch

Im Namen Gottes + des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Auf der Höhe des Tages halten wir inne.
Lasst uns Herzen und Hände erheben zu Gott, der unseres Lebens Mitte ist
Barmherziger Gott, wir stehen vor dir in der Mitte des Tages.
Richte uns aus, dass wir tun, was not ist.
Lass uns leben vor deinen Augen.
Wir danken dir, dass du uns nahe bist.
Wir wissen, dass du uns liebst.
Wir danken dir, dass du uns auch nahe bist, wenn wir elend sind.
Lass uns stille sein und auf dich hören.
Du liebender Gott, lass uns wachsen und reifen in deinem Dienst.
Mache uns zum Werkzeug deines Friedens.
Lob, Preis und Anbetung dir, dreieiniger Gott
Nimm unseren Dienst durch dein Erbarmen an zum Lobe deiner Herrlichkeit. Amen.

Seligpreisungen EG 759 oder Psalm 126 (oder 130 oder 142)

Einleitung zum offenen Gebet und/oder zur (persönlichen) Stille:
Wir denken an alle Menschen, die in diesen Tagen von Krieg und Gewalt betroffen sind. Wir können ihre Angst und Verzweiflung nicht ermessen, aber wir möchten ihnen nahe sein im Gebet. Wie sie gehören auch wir zur großen Familie der Menschheit.
Wie sie sehnen auch wir uns nach Mitmenschlichkeit und Frieden auf allen Kontinenten.
So tragen wir unser Gebet vor Gott, der unser aller Schöpfer ist und der uns alle gleichermaßen liebt wie Vater und Mutter ihre Kinder lieben. Wir nennen Orte, Namen, Ereignisse, die uns bewegen, wir halten inne in der Stille:

Stille 3 Minuten

Gebet
O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, da wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum herrscht,
dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel drückt,
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde, wo Finsternis regiert,
dass ich Freude bringe, wo Kummer wohnt.
Ach Herr, lass mich trachten, nicht, dass ich getröstet werde,
sondern dass ich tröste,
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer hingibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer da stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen.
Franziskus von Assisi zugeschrieben, entstanden unter französischen Franziskanern, veröffentlicht in "Souvenir Normand" um 1913

An dieser Stelle kann das "Vater unser" gesprochen werden.

Lied:
Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten, es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott alleine. (EG 421)

Segen:
Möge der, welcher bei Christen 'Unser Vater' genannt wird,
'Adonaj' bei Juden,
'Allah' bei Muslimen,
'Brahma' bei Hindus,
möge dieses allmächtige
und allwissende Wesen,
das wir als Gott anerkennen,
den Menschen den Frieden geben
und unsere Herzen in einer geistigen
Geschwisterschaft vereinen.
Nach einem Gebet aus Indien

Der Friede Gottes sei alle Zeit mit uns,
und mit allen unseren Schwestern und Brüdern. Amen.

Lied: z.B. EG 170, 3+4; EG 430; EG 432; EG 434; EG 435 oder "Wenn im Tal die Hoffnung blühet" o.ä.

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