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Stille ohne Etikett

Stille ohne Etikett
Flash Meditation am Pfingstsonntag in Ratzeburg

Per E-Mail hatte das Ansverus-Haus mit anderen spirituell Engagierten zu einer „Flash Meditation“ eingeladen. Mitten im Trubel des Gründungsfestes der Nordkirche wollten wir sehen, wie es ist, einen Akzent der Stille zu setzen. Zeitig stehen also Freundinnen und Bekannte, ungefähr 30 Leute, schon beim Treffpunkt vor dem Zelt des Hauptbereichs 3 (Gottesdienst und Gemeinde), einige neugierig, andere nervös. Es ist schon ungewöhnlich, sich in einem öffentlichen Raum zum meditieren zu verabreden. Sonst hat man ja seine eigene ruhige Ecke oder sitzt gemeinsam mit anderen in „abgeschirmten“ Meditationsräumen und in der Krypta des Ansverus-Hauses. Aber wie soll das gehen mit dem ganzen Lärm drum herum? Und dann betritt im Nachbarzelt dann auch noch eine afrikanische Singgruppe die Bühne!

Nun, es passiert trotzdem: Im Kreis um das Vortragekreuz versammelt beginnen wir mit dem Gebärdengebet zu „Agios o Theos“, dann wird eine Klangschale angeschlagen und wir sind still. Eigenartig, wie die Stille eine eigene „Konsistenz“ entwickelt, die dem Lärm in nichts nachsteht. Als die Klangschale wieder ertönt und wir die Stille mit dem Gebärdengebet beenden, haben alle den Eindruck, dass irgendetwas Schönes passiert sein muss. – Eigentlich wollten wir noch Flyer verteilen, aber das passt jetzt irgendwie nicht. Man kann der Stille nicht im Nachhinein noch ein Etikett ankleben: „sponsored by Ansverus-Haus“. Jetzt ist eher Eis essen dran.

Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben! Das müssen wir unbedingt noch mal wiederholen. In Hamburg oder so.

Yotin Tiewtrakul

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