Ansverus HausEin Ort für geistliches Leben

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Stern / Gedichte - Zweite Lieferung

Über 40 Gedichte zu unserem Weihnachtspost-Rätsel erreichten uns. Vor dem Fest der Darstellung des Herrn (Lichtmess) veröffentlichen wir hier eine weitere Auswahl.

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Es heißt, die Sternkundigen
Weissagen!
Aber wo sind heute die Sternkundigen geblieben?

Wir haben seinen Stern gesehen.

Das ist der kleine Unterschied
Neben anderen kleinen Unterschieden,
die einen haben seinen Stern gesehen,
die anderen nicht.

Oder die einen lassen sich von dem Stern
Leiten,
die anderen nicht.

Ich bin geneigt zu sagen,
den Klugen und Weisen
bleibt der Stern verborgen

Den Törichten und Einfältigen
Offenbart er sich in
seiner Wegweisung.

Mit Sternenstimmen
werden die Sternkundigen
Sprechen.

Der Stern über ihnen leuchtet hell
Macht das Denken klar,
das Fühlen und Trachten gewiss.

In Heiliger Nacht strecken sie sich aus zum Stern
und empfangen von seinem Sternenstaub etwas,
was ihrem armen Leib aufhilft.

(Haiko Ehlers, 14.12.2012)


Zweimal das Ansverus-Haus,
es sieht ja ganz identisch aus,
die hellen warmen Fenster strahlen,
ein Haus als Heimat, schön zum Malen...

Doch was mag sein Geheimnis sein ?
Wie lädt dies Haus zur Einkehr ein?
Die Krypta lädt uns zum Gebet.
Doch nächtlich an dem Himmel steht

nur einmal jener helle Stern,
der Jesus kündet, unsern Herrn,
der uns zum Heil von Gott erschienen
um uns zu helfen und zu dienen,

uns Menschen auf dem Erdenrund
daß heil wir werden und gesund,
daß diese Erd' zur Heimat wird
und kein Mensch mehr ziellos irrt.

Ansverus-Haus mit deinem Stern,
wir lieben dich und kehren gern
in deine Atmosphäre ein -
und so soll's auch in Zukunft sein!

(Hans-Rudolf Bek)


Leuchten

Einen kleinen Stern
in den dunklen Papierhimmel
malen
in das Schwarze des Bildes
ritzen
bis auf den hellen Grund
stoßen
Bilder der Hoffnung erschaffen

Glühwürmchen
im Nebel
finden
sie mit Sommerfarben
füttern
bis sie in der Dunkelheit
tanzen
und die Zuversicht nähren

Im Dunkel
der Tage
sehnsüchtig
den kleinen Stern
und den tanzenden Glühwurm
suchen
sich fragen
wohin sie verschwunden sind

Bilder los lassen
leer werden
und still
manchmal vom tiefsten Grund aus
ein Leuchten
wahrnehmen
als sei es vom kleinen Stern
und vom tanzenden Glühwurm

(Rita Pongratz)


Ansverus-Haus mit ohne Stern

Befriedung seiner Rätselwut
Fand Kneteschnuth schon immer gut.
Dass deshalb Bilder er vergleicht,
fand er jedoch fast stets zu leicht,
was hier sich ihm bestätigte,
als er sich prompt betätigte.

Er weiß, um was es sich hier handelt:
Dieses ist ein Stern, der wandelt,
und er bleibt bestimmt nicht stehen.
Oft kann man ihn zwar gar nicht sehen,
doch wartet man, sieht man ihn meist,
was hier das eine Bild beweist –
das andre ist von Osten heller,
doch wandelt drob der Stern nicht schneller,
und daran sich nichts ändern lässt,
(es sei, man hält’s im Bilde fest).
In Bildern hat er, wie’s so geht,
oft einen Schweif, ist ein Komet.
Doch auch als solcher kann er still
Nicht stehen, auch nicht, wenn er will.
Und kommt er zum Ansverus-Haus,
so macht er sich nicht viel daraus.

Angeblich blieb er d o c h mal stehn
Und half drei Weisen, was zu sehn,
nur ist das schon recht lange her,
und viele wissen’s gar nicht mehr.

Ganz anders Emil Kneteschnuth,
der vielen Unsinn wissen tut,
für den gibt’s nämlich keine Frage:
Dies Werk kommt auf die Homepage.

E.K.

P.S. Emil sich gern sicher wär:
Ist es etwa Jupiter?
Doch etwas später fällt ihm ein:
Es wird, wie üblich, Venus sein.

(Emil Kneteschnuth / Helmut Sienknecht)


HOSDERNLOHCDE
HEHLAIMKELA

[O Stern
leuchte heller
im Keller]

(Eva Begas, 5 Jahre)

Hell beschienen wunderbar
und ich denk an Atomstrom
der Himmel klar.

Nichts ist mehr einfach, nichts mehr heil
jeder Punkt, auf dem ich stehe
sucht sich gleich sein Gegenteil.

Nur der, den ich meist nicht sehe
leuchtet vor und hinter jedem
für und Wider hell und klar.

Darauf trau ich, wenn ich weitergehe
hell beschienen wunderbar.

(Björn Begas)


Ein Spiel für Große und für Kleine -
Was ändert sich von Bild zu Bild?
Ich find es für mich ganz alleine –
Ein S t e r n ist’s, der den Himmel füllt.
D e r Stern, von dem sie alle sagen:
Er führt zum Ziel, er führt zum Kind!
Die Weisen möchte ich gern fragen:
Macht er für andre Sterne blind?
Er muss m e i n Stern erst werden,
will ich das große Ganze sehn.
Dann kann ich froh mein Leben wagen;
Mit i h m kann ich nicht untergehn.

(Ulrich Palmer)


Strahlend über meinem Dache
hat ich Sternlein dich gesehen,
wollt' den Leuten Freude machen,
brieflich dich per Post versenden.

Leuchtend solltest du dann landen
zum Advent in fernen Landen,
wo die Freunde dich dann fischen,
zwischen Grüßen, Kart' und Nüssen.

Doch, o weh, wo warst du blieben,
als wir deine Mail wollt' schrieben.

Digital hatt' ich gebannt dich.
Forgeklickt per Mail auf Maus-Druck
kamst du pixelig zum Ausdruck.
Kamst -, nein, - kamest nicht!

Ich vermisste dich so sehr,
dass Ersatz-Gruß musste her!

Flugs ward nun aus den Dateien
die Kopie des klitze-kleinen,
eines Sternleins Glitzer-Scheinen
in die neue Gruß-Datei
eingefügt und neulayoutet,
sodass nun das Fazit lautet:

Sterne mailen sich nicht einfach,
Freude übermiteln wirkst erst zweifach!

(Hei Hor, 16.12.2012)

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